Test: Philips Saeco Xelsis (SM7685/00)

Die Philips Saeco Xelsis (SM7685/00) im Test! (Bild: KaffeePiraten.com)

Der erste Eindruck der Saeco Xelsis auf IFA 2017 als das erstes gemeinsame Gerät seit der Übernahme der Italiener durch den niederländischen Philips Konzern ist positiv und ich muss an dieser Stelle gestehen, dass die Saeco Maschine am Ende der IFA 2017 in Berlin sogar mein persönlicher Favorit war. Daher waren wir uns umso mehr auf das Paket mit dem Testgerät der Xelsis gespannt.

#IFA17: #Philips stellt #Saeco #Xelsis vor https://goo.gl/77dRHH

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Das erste Eindruck beim Auspacken des Vollautomaten der mittleren Oberklasse ist vor allem eines, schwer und wertig. Es bedurfte trotz des intelligenten Verpackungskonzeptes mit integrierten Trageschlaufen eines kleinen Kraftaktes die Maschine in der Ausführung “SM7685/00“ aus dem Karton zu heben.

Design
Das Design der Saeco Xelsis ist frisch und anderes, als das Maschinendesign bisheriger Kaffeevollautomaten aus dem Hause des italienischen Herstellers. Die Front und die Seitenteile des Kaffeevollautomaten besteht bei unserem Model größtenteils aus hochwertigem Edelstahlfurnier. Die Rück- und Unterseite des Gerätes sind in schwarzem Plastik gehalten. Die Bedienung der Xelsis erfolgt über ein aufgeräumtes Bedienfeld, welches sich leider nicht verstellen lässt. An der Oberseite des Vollautomaten ist eine zuschaltbare beheizbare Tassenablage und der große Bohnenbehälter untergebracht. Der Wassertank und der Kaffeeausguss lassen sich über die integrierten weißen LEDs zusätzlich illuminieren.

Die Philips Saeco Xelsis (SM7685/00) im Test! (Bild: KaffeePiraten.com)
Die Philips Saeco Xelsis (SM7685/00) im Test! (Bild: KaffeePiraten.com)

Mahlwerk
Aus dem großen 450 Gramm fassenden, aromasicheren Bohnenbehält fallen die für eine Kaffeespezialität benötigen Bohnen direkt in das darunterlegende Keramikscheibenmalwerk, welches sich im Mahlgrad variieren lässt. Das Mahlwerk der Saeco Xelsis ist hierbei auffallend leise am Arbeiten. Von dem aus das so zubereite Kaffeemehl direkt in die Brüheinheit gelangt.

 

Der 450 g fassenden Bohnenbehälter der Philips Saeco Xelsis  liegt direkt über dem Keramik Mahlwerk und hält durch seine Abdichtung das Aroma. (Bild: KaffeePiraten.com)
Der 450 g fassenden Bohnenbehälter der Philips Saeco Xelsis liegt direkt über dem Keramik Mahlwerk und hält durch seine Abdichtung das Aroma. (Bild: KaffeePiraten.com)

Bedienung
Der Kaffeevollautomat wird über das schon erwähnte große Bedienfeld gesteuert. Neben den 15 vorangestellten Kaffeespezialität, mit Milch oder ohne, lassen sich noch verschieden eigene Kaffeekreationen in der Saeco Xelsis in bis zu 8 persönlichen Nutzerprofilen abspeichern. Das Wasser für den Kaffee und die Dampferzeugung nimmt die Maschine aus ihrem 1,7 L fassenden Wassertank, der über einen eigenen Wasserfilter verfügt. Laut Philips soll die Kapazität (Lebensdauer) des Wasserfilters vom Typ Saeco CA6903/01 für bis zu 5.000 Tassen reichen, bevor die Maschine wieder entkalkt werden muss. Das ist doppelt so viel wie sonst bei Wasserfiltern üblich. Allerdings ist diese Angabe des Herstellers mit Vorsicht zu betrachten, da auch die hauseigene AquaClean Technologie nicht über den Gesetzen der Natur steht.

Bedient wird die Philips Saeco Xelsis über ein sich selbst erklärendes Menü in einem großen Touchscreen - leider fehlt eine Bluetoothsteuerung via App. (Bild: KaffeePiraten.com)
Bedient wird die Philips Saeco Xelsis über ein sich selbst erklärendes Menü in einem großen Touchscreen – leider fehlt eine Bluetoothsteuerung via App. (Bild: KaffeePiraten.com)

Für die Zubereitung von Milchkaffeegetränken verfügt der moderne Kaffeevollautomat über einen integrierten Milchaufschäumer, der sich über einen Silikonschlauch, aus dem einem 0,6 Liter fassenden externen Thermobehälter aus Plastik speist. Dieser kann dann nach der Benutzung direkt in den Kühlschrank wandern und beim nächsten Mal direkt weitergenutzt werden. Nach der Zubereitung einer Milchkaffeespezialität sogt ein kurzer, heißer Dampfstrahl für die nötige Hygiene in dem Milch leitenden Schlauch und den daran anschließend Elementen. Laut dem Hersteller soll, dieses voll und ganz ausreichen, über lange Zeit ein sicheres Lebensmittel aus dem Kaffeevollautomaten zu beziehen.

Die Resultate (der Kaffee) der Philips Saeco Xelsis können optisch überzeugen. (Bild: KaffeePiraten.com)
Die Resultate (der Kaffee) der Philips Saeco Xelsis können optisch überzeugen. (Bild: KaffeePiraten.com)

Bei unserem Test ist uns jedoch ein leichter künstlicher Beigeschmack bei den Milchkaffeespezialitäten aufgefallen, welcher sich nach dem Tausch des Silikonschlauches zwar abmildern lies, aber nie ganz verschwunden ist.

App Steuerung
Auch wenn das Thema Steuerung per Smartphone App (Android und iOS) auf der IFA 2017 in Berlin eine große Sache war, hat Philips bei der Saeco Xelsis auf dieses Feature voll und ganz verzichtet, was unsere Meinung nach jedoch nicht so tragisch ist.

Reinigung
Wie bei allem Dingen und Geräten, die mit Lebensmitteln in direkten oder indirekten Kontakt treten, ist, ist auch die bei Kaffeevollautomaten die Reinigung ein wichtiges Thema. Zumal in Berlin, auch das Wasser nicht gerade Kalk arm ist. Für die Reinigung der Maschine hat der Hersteller der Xelsis einen eigene extra Menüpunkt mit vier Bereichen spendiert. Hier sind vor allem die Punkte „Entkalken“ und „Hygienestema“ sehr wichtig, den letzter reinigt den Milchschlauch. Daneben lässt sich hier auch das Programm zur Reinigung der Brühgruppe finden, welches jedoch die Zugabe einer extra Reinigungstablette erfordert. Ein Großteil der Teile, wie die Brüheinheit oder der Kaffeeauslauf lassen sich zum Reinigen entnehmen und teils (Milchbehälter, Abtropfschale etc.) sogar bequem in der Spülmaschine reinigen.

I Tipp der Kaffeepiraten: Die entnehmbare Brüheinheit einmal die Woche unterlaufenden warmen Wasser mit einer Spülbürste zu reinigen und anschließend außerhalb der Maschine trocknen zu lassen. So ist immer eine gute, gleichbleibende Kaffee Qualität garantiert.

II Tipp der Kaffeepiraten: Die Milch ansaugende Edelstahllanze bei nicht Verwendung immer außerhalb des Milchbehälters trocken zu lagern.

Fazit
Das Fazit unseres ersten Tests eines Kaffeevollautomaten fällt im Großen und Ganzen recht positiv aus. Wenn man von dem leichten Beigeschmack in der Milch mal absieht, welcher bei einem Gerät in dieser hohen Preisklasse, mit einem UVP von 1.900, – Euro eigentlich nicht vorkommen dürfte. Wir vermuten, dass dieses wohl auf eine Charge fehlerhafter Silikonschläuche zurückzuführen ist. Philipps hat uns nach dem Austausch des ersten Schlauches Aufklärung und ggf. nötige Nachbesserung zugesagt. Der Straßenpreis unseres Testgeräts liegt mit 1.529, – Euro bei Amazon, das sind rund 15 % oder 270,- Euro unter dem empfohlen Verkaufspreis des Herstellers, welcher immer noch recht hoch ist.

Test: Nespresso U Milk

Die vom gleichnamigen Schweizer Kaffeeröster angebotene Kapselmaschine Nespresso U Milk macht auf den ersten Blick einen hochwertigen Eindruck. Neben der Kaffeemaschine und dem X L fassenden Wassertank ist im Unterschied zu Nespresso U, bei der Milk U noch ein kabelloser Milchaufschäumer mit dabei.

Die Nespresso U Milk (Bild: Nespresso)
Die Nespresso U Milk (Bild: Nespresso)

Erster Eindruck
Der der erste Eindruck des Geräts ist positiv, denn der Aufbau der Kapselmaschine ist nur eine Sache von Minuten. Nach dem Auspacken muss die Milk U nur an das Stromnetz angeschlossen und der Wassertank gefüllt werden. Unsere Maschine ist, bis auf wenige Ausnahmen ganz in Schwarz in gehalten. Das und das wendete, hochwertige Plastik macht einen sehr guten Eindruck.

Der Wassertank und Milchaufschäumer der Nespresso U Milk lassen sich verstellen. (Bild: Nespresso)
Der Wassertank und Milchaufschäumer der Nespresso U Milk lassen sich verstellen. (Bild: Nespresso)

Kaffee-Test
Dank der Nespresso Milk U beiliegenden Starterkits mit 10 Nespresso Kaffeekapseln, kann man auch gleich schon mit dem Testen des Kaffees beginnen. Zuvor sollte man jedoch 2-3 Mal eine Tasse Kaffee ohne Kapsel ziehen. So ist sichergestellt, dass keine Produktionsreste mehr in der Maschine verblieben sind, welche den Kaffeegeschmack negative beeinflussen könnten.

Großer Nespresso-Test
Großer Nespresso-Test

Tipp: Die Kaffee Piraten empfehlen übrigens, immer nur frisches Wasser zur Kaffeezubereitung zu verwenden und immer vorher eine Tasse ohne Kaffee zu zubereiten. So lässt sich dann auch immer eine gute Kaffeequalität gewährleisten.

Nach dem Einschalten ist die Milk U nach ca. 1,5 Minuten einsatzbereit. Nach dem Einlegen der Kapsel muss man lediglich den leichtgängigen Schieber schließen und eine der drei verschiedenen programmierbaren Kaffeegrößen (Espresso, Ristretto und Lungo) per Tastendruck auswählen. Wenig später ist man dann am Ziel und hat einen wunderbar duftenden Kaffee. Die verbrauchte Kapsel wirft die Maschine übrigens automatisch, in einem speziellen Behälter aus.

Milchschaum
Wer gerne noch ein wenig warme Milch oder Milchschaum zu seinem Kaffee bevorzugt, kann dieses mit dem im System instigierten kabellosen Milchaufschäumer (bei Nespresso heißt dieser Aeropress) herstellen. Der beschichte Milchaufschäumer, kann je nach Wahl warme Milch oder einen schön festen Milchschaum herstellen. Aufgrund der durch das Volumen begrenzten Menge Milch kann man pro Aufschäumvorgang, nur Schaum für beispielsweise ein Glas Latte Macchiato mit dem Aeropress herstellen. Etwas anders gestaltet sich dies beim Herstellen der warmen Milch hierbei passt auch genug für zwei Tassen hinein.

Der Geschmack
Eines muss man Nespresso einfach lassen, für Industriekaffee liefern sie eine wirklich sehr gute Qualität. Der Kaffee hat jedoch auch seinen stolzen Preis (siehe Fazit). Trotz des stolzen Kilopreises von fast 90,00 Euro dürfte die Einfachheit der Handhabung und der gute Geschmack des Kaffees vor allem Einsteiger überzeugen.

Hygiene & Wartung
Wichtig ist, den Aeropress nach der Nutzung gründlich zu reinigen, weil sich sonst in dem Gerät eine Schicht aus Milchresten bildet. Zur Reinigung empfiehlt es sich, einfach etwas kaltes Wasser in dem Milchaufschäumer zu geben und dieses „Aufschäumen“, dadurch wird das Aeropress gereinigt. Anschließend, das Dreckwasser wegkippen und mit einem weichen Geschirrtuch oder Küchenkrepp trockenwischen – fertig.

Die Wartung und Reinigung der Nespresso U Milk gestaltet sich denkbar einfach. Der Auffangbehälter der Kapseln und Tropfbehälter lassen sich dank Magnetsystem leicht lösen und zum Reinigen in die Geschirrspülmaschine packen. Ab und an muss man die Maschine, entkalken, hierzu füllt man den Flüssigentkalker in den Wassertank und lässt ihn durchlaufen und wiederholt das Ganze danach mit einem Tank voll frisch Wasser.

Quintessenz
Das Fazit unseres Testes: Die Nespresso U Milk punktet im Test mit der einfachen Bedingung, drei verschiedenen programmierbaren Kaffeegrößen und einem automatischen Kapselauswurf nach jedem Brühvorgang. Ebenfalls überzeugte der Milchaufschäumer mit einem angenehmen festen Milchschau.

Negative fiel lediglich auf, dass sich pro Aufschäumvorgang nur Milchschaum für eine Tasse mit dem Aeropress herstellen lässt. Hier sollte der Hersteller vielleicht noch mal nachbessern. Der Preis (UVP) von 200,00 Euro für die Nespresso U Milk ist nicht gerade preiswärt, aber dennoch okay.

Aufgrund des Kapselsystems ist der Preis für den Kaffee sehr hoch, aufs Kilo hochgerechnet entspricht das ungefähr 240 Kapseln, bei dem 10 Stück bei Nespresso ab 3,60 Euro erhältlich sind. Je Kapselsorte sind zwischen 3-5g Kaffeemehl enthalten. Nimmt man die Kosten für eine 10er-Stange von Nespresso mal 24 (24 x 3,60 € = 86,40 €), kommt man auf einen Kilokaffeepreis von fast 90 Euro, das ist sehr teuer.

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Großer Nespresso-Test

Der Kaffee-Kapsel-Markt ist in heller Aufruhr: Das Monopol von Nespresso ist gefallen! Wie Heuschrecken fallen geliebte Konkurrenten – wie Douwe Egberts, Jacobs, Zuiano & Co. – über die armen Nestlé-Kaffeeverkäufer her.

Großer Nespresso-Test
Großer Nespresso-Test

Die Kaffee-Piraten um Thorsten Claus wagen sich in die Schlangengrube der Kaffee-Veredler und testen “neue” und “alte” Kapseln auf Herz und Nieren. Mit Original-Nespresso-Maschinen und Kapseln aller verfügbaren Anbieter stehen “Espresso”, “Lungo” & “Ristretto” auf dem Prüfstand.

Um Haaresbreite hätte sich mit Jakobs einer der größten Verfolger fast selbst disqualifiziert. Dank des unerschütterlichen Engagements unserer Redaktion bekommen die Kaffeeröster von Mondelez (vorm. Kraft Foods) doch noch eine Chance – das war knapp!

Täglich trudeln bei uns in der Redaktion jetzt weitere geheimnisvolle Pakete von PR-Agenturen und Pressestellen ein. Ihr Inhalt: Das Beste, was die großen Kaffeeverkäufer der Welt zu bieten haben. Wir sind dann mal beim Auspacken – mehr in Kürze!

Bleiben Sie dran ….

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