IFA18 – Die neuen Kaffeemaschinen 2018

Die IFA 2018 war ausgebucht und bot Besuchen viel Neues. (Bild: Messe Berlin)

Zu der gerade zu Ende gegangen Internationalen Funkausstellung 2018 in Berlin, kamen rund 245.000 Besucher, darunter 150.000 Fachbesucher, von den mehr als 50 Prozent aus dem Ausland stammten auf das Berliner Messegelände. In den Messehallen unterm Funkturm drehte es sich in der letzten Woche rund um Unterhaltungselektronik und Hausgeräte, vom Smartphone, über Fernseher bis zur Kaffee- oder Waschmaschine. In dieses Jahr haben verschiedne Hersteller ihre Neuheiten rund um den Kaffee vorgestellt auf der IFA. Die Kaffee Piraten waren für Euch in Berlin vor Ort, um einen kleinen Überblick der IFA-Neuheiten 2018 für Euch zu erstellen.

Von dem italienischen Hersteller De’Longhi gab es zur IFA18 eine neue, eine Siebträger Espressomaschine und zwei Kaffeevollautomaten. Die neuen Geräte sollen noch Ende dieses Jahres bzw. spätestens Anfang 2019 auf den Markt kommen.

Die Filtermaschine De’Longhi Clessidra. (Bild: De’Longhi)
Die Filtermaschine De’Longhi Clessidra. (Bild: De’Longhi)

De’Longhi Clessidra
Die De’Longhi Clessidra ist die Filtermaschine der Italiener. Denn der Filterkaffee erlebt ein kleines Revival und erfreut sich immer größerer Beliebtheit, auch in jüngeren Generationen. Genau diese möchte De’Longhi mit seiner neuen Filtermaschine ansprechen. Ein zeitloses Design aus elegantem Glas und silberfarbenen Elementen schmeichelt der sanduhrähnlichen Form („clessidra“ ist übrigens das italienische Wort für Sanduhr). Die De’Longhi Clessidra soll ab Oktober 2018 für einen UVP von 130,- Euro in den Handel kommen.

Der Siebträger De’Longhi La Specialista auf der IFA. (Bild: KaffeePiraten.com)
Der Siebträger De’Longhi La Specialista auf der IFA. (Bild: KaffeePiraten.com)

De’Longhi La Specialista
Für alle Siebträger-Fans, des authentisch zubereiteten Espresso bringt De’Longhi die La Specialista auf den Markt. Den Mahlgrad, die Kaffeemenge und den Brüh-Druck hat man hier ganz unter der Kontrolle. Bei der Zubereitung des Lieblingsgetränks unterstützt einem das Gerät mit praktischen Gadgets wie der integrierten kaffeemühle samt einer smarten Tamping Station. Die La Specialista soll im ersten Quartal 2019 auf den Markt kommen und 799,- Euro (UVP) kosten.

De’Longhi Kaffeevollautomaten
Zur IFA 2018 haben die Italiener gleich zwei neue Kaffeevollautomaten mit im Gepäck gehabt, eine im Mittleren und ein Neuzugang im oberen Preissegment.

Der Kaffeevollautomat Dinamica Plus von De’Longhi bereitet per Knopfdruck diverse Kaffee- & Espresso Spezialitäten zu. (Bild: De’Longhi)
Der Kaffeevollautomat Dinamica Plus von De’Longhi bereitet per Knopfdruck diverse Kaffee- & Espresso Spezialitäten zu. (Bild: De’Longhi)

De’Longhi Dinamica Plus
Der Kaffeevollautomat De’Longhi Dinamica Plus bereitet per Knopfdruck diverse Kaffee- und Espressospezialitäten zu. Zudem lassen sich über die Kaffeekannenfunktion, ein kleines Kännchen für bis zu sechs Tassen aufeinmalzubereiten. Das farbige, 3,5 Zoll große TFT-Touch-Display sieht zudem schick aus und hat eine weiterentwickelte Bedienfunktion. Zwölf Getränke sind in der Maschine bereits vorinstalliert und sechs Plätze sind noch frei für Ihre ganz eigenen Spezialitäten. Zudem lässt sich auch die Dinamica Plus ganz einfach über die De’Longhi-App „Coffee Link“ steuern, wie dieses auch schon bei frühen Maschinen, wie der Primadonna Elite der Fall war. Die De’Longhi Dinamica Plus soll ab Oktober 2018 für 999,- Euro (UVP) in den Handel kommen.

Der neue Premium-Kaffeevollautomat De’Longhi Maestosa. (Bild: KaffeePiraten.com)
Der neue Premium-Kaffeevollautomat De’Longhi Maestosa. (Bild: KaffeePiraten.com)

De’Longhi Maestosa

Die De’Longhi Maestosa (italienisch für „majestätisch“) ist der neue Premium-Kaffeevollautomaten der Italiener. Die hochglanzpolierte Glasfront und das wellenförmig gestanzte Edelstahl, geben der Maestosa ein edles Design, das ein wenig an die Designs der 1960er Jahre erinnert. Der Kaffevollautomat wird über ein 5-Zoll großes farbieges Touchdisplay bedient. Was die neue De’Longhi Premiumklasse Maestosa jedoch besonders macht, sind die zwei Bohnenbehälter samt zwei voneinander unabhängiger Mahlwerke. Dieses war einer unserem Verbesserungsvorschläge im Test der De’Longhi Primadonna Elite gewesen. Über die Adaptive Mahltechnologie können so nun zwei unterschiedliche Kaffeespezialitäten gleichzeitig zubereitet werden. Natürlich versteht es sich von selbst, dass auch die Maestosa ist über die App Coffee-Link gesteuert werden kann. Die De’Longhi Maestosa soll ab Oktober 2018 für einen stolzen Preis von 2.499 Euro (UVP) erhältlich sein.

Nesspressos stellte zur IFA18 das neue Kapselformat Vertuo, samt Maschinen vor. (Bild: KaffeePiraten.com)
Nesspressos stellte zur IFA18 das neue Kapselformat Vertuo, samt Maschinen vor. (Bild: KaffeePiraten.com)

Nesspresso Vertuo
Der Schweizer Kaffeekapsel-Hersteller Nesspresso hat auf der IFA 2018 in Berlin, sein neues Kapselsystem Veruo vorgestellt. Nesspresso will mit den neuen Vertou-Kapseln das sein Angebot an Original-Kapseln erweitern, heißt es auf dem IFA-Stand von Nesspresso. Preiswerter ist die neue Vertou Kapsel jedoch nicht. Im Gegensatz zu den Original-Espresso-Maschinen, die mittlerweile recht günstig zu haben sind, liegt der Preis der vier verfügbaren VertuoPlus-Maschinen bei 200,- Euro, die Kapseln sind mit 0,45 bis 0,70 Euro ebenfalls teurer als die Ordinale, die es natürlich weiterhin geben wird.

Die Philips LatteGo aka Philips 5000 EP5335/10. (Bild: Philips)
Die Philips LatteGo aka Philips 5000 EP5335/10. (Bild: Philips)

Philips LatteGo
Auch der niederländische Hersteller Philipps hat auf der IFA einen neuen Kaffeevollautomat präsentiert. Die Philips LatteGo alias Philips 5000 EP5335/10 macht das, was man von einem guten Vollautomaten erwartet. Das Philips hat bei der Maschine ein Keramik Scheibenmahlwerk verbaut, was besonders langlebig sein soll. Die Philips 5000 LatteGo ist im Obereneinsteigerberich unter der Philips Saeco Xelsis (Hier zu unserm Testbericht) angesidelt. Brühgruppe ist herausnehmbar und unter fließendem Wasser leicht zu reinigen, im Wassertank sorgt ein Filter für bis zu 5.000 Zubereitungen ohne zwischenzeitliche Entkalken. Mit der Memo-Funktion lassen sich die beliebtesten Kaffeespezialitäten für einen schnellen Abruf speichern. Die Philips 5000 LatteGo unterstützt ab Werk sechs Zubereitungsarten und soll ab sofort für einen UVP von 799,00 Euro im Handel erhältlich sein.

USA: Starbucks stellt Stotterenden Kunden bloß

Beleidigendes "Okay, S-S-S-Sam" bei Statrbucks in den USA. (Bild: Tan Lekwijit)

Die US-Kaffeehauskette Starbucks hat sich für das Fehlverhalten eines Mitarbeiters entschuldigt, der sich über einen stotternden Kunden lustig gemacht hat und lässt den Fall untersuchen. Besagter Mitarbeiter antwortete kürzlich in einer Filiale in Philadelphia auf die Namensangabe bei der Bestellung des graduierten Studenten Sam mit “Okay, S-S-S-Sam”.

Beleidigendes "Okay, S-S-S-Sam" bei Statrbucks in den USA. (Bild: Tan Lekwijit)
Beleidigendes “Okay, S-S-S-Sam” bei Statrbucks in den USA. (Bild: Tan Lekwijit)

Spot auf dem Becher
Damit nicht genug, prangte als Name auf dem Kassenzettel am Kaffeebecher gut sichtbar “SSSAM”. Sam und der anwesende Freund Tan Lekwijit waren schockiert vom Verhalten des Mitarbeiters, der die Rechnung jedoch ohne den beleidigten Kunden gemacht hat. Sams Freund postete den Eklat öffentlichkeitswirksam auf seiner Facebook-Seite http://facebook.com/tanner.lekwijit . Zuvor war dieser Post von ihm von der offiziellen Starbucks-Seite gelöscht worden.

Unmittelbar nach dem Vorfall hatte Sam bereits eine E-Mail an den Starbucks-Kundenservice geschickt, woraufhin der Konzern sich laut Lekwijit bei Sam für die Falschschreibung entschuldigte und eine Entschädigung von fünf Dollar angeboten hatte. “Thema verfehlt”, schrieb Lekwijit dazu in seinem Post. Sam habe sich ob dieses Angebotes erneut diskriminiert gefühlt.

Fehlendes Bewusstsein
Nach eigener Aussage will Lekwijit den Service-Mitarbeitern mit seinem Post deutlich machen, dass ein solches Verhalten Menschen mit Sprachfehlern verletzt und verunsichert und daher unangebracht sei. Inzwischen hat Starbucks auf das Posting reagiert, sich persönlich bei Sam entschuldigt und eine nähere Untersuchung des Falls eingeleitet.

Laut offiziellem Statement habe der Konzern “null Toleranz für Diskriminierung” und setzte am 29. Mai mit der vorübergehenden Schließung von über 8.000 US-Filialen sogar ein landesweites Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung.

Die Realität sieht leider anders aus und der Vorfall in Philadelphia ist nicht der erste Ausrutscher, den sich ein Starbucks-Mitarbeiter gegenüber einem Kunden geleistet hat. Vor einem Jahr war bereits ein anderer Besucher von einem Angestellten beleidigt worden, der einen Trump-Fan auf dem Kassenzettel mit den Worten “Bau eine Mauer” angegriffen hatte. Auch die falsche Namenswiedergabe auf dem Kassenzettel bzw. Kaffeebecher ist wohl nicht neu.

Test: De’Longhi Primadonna Elite

Die De’Longhi Primadonna Elite (ECAM 656.75.MS) im KaffeePiraten-Test. (Bild: De’Longhi)

Schon auf den ersten Blick wirkt die De’Longhi Primadonna Elite auf IFA 2017 sehr edel auf den Autor. Umso mehr war man natürlich auf das Paket mit dem Testgerät gespannt. Der erste Eindruck beim Auspacken der De’Longhi Primadonna Elite in der Ausführung “ECAM 656.75.MS“, ein Vollautomat in der mittleren Oberklasse ist vor allem wertig. Dank des intelligenten Verpackungskonzeptes war der Kaffeevollautomat mit wenigen Handgriffen ausgepackt und einsatzbereit.

Design
Das Design der De’Longhi Primadonna Elite ist elegant. Die Front und die Seitenteile des Kaffeevollautomaten besteht bei unserem getestet Model „ECAM 656.75.MS“ größtenteils aus hochwertigem Edelstahl und ebenso wertig wirkenden silbernen Plastikfurnier gehalten.

Die De’Longhi Primadonna Elite (ECAM 656.75.MS) im KaffeePiraten-Test. (Bild: De’Longhi)
Die De’Longhi Primadonna Elite (ECAM 656.75.MS) im KaffeePiraten-Test. (Bild: De’Longhi)

Die Primadonna Elite kann über zwei Wege bedient werden, über die Smartphone-App „Coffee Link“, die für Android & iOS verfügbar ist oder das 4,3 Zoll große, festverbaute Display, welches einen aufgeräumten gut strukturierten Eindruck macht. Auf dem vorderen Teil der Oberseite des Vollautomaten ist eine zuschaltbare beheizbare Tassenablage und ein großer 400 Gramm fassender aromadichter Bohnenbehälter verbaut, welcher nicht ins Auge fällt, da er in der Maschine untergebracht ist.

Der Bohnenhälter der De’Longhi Primadonna Elite ist unauffällig, aber aromadicht. (Bild: De’Longhi)
Der Bohnenhälter der De’Longhi Primadonna Elite ist unauffällig, aber aromadicht. (Bild: De’Longhi)

Mahlwerk
Aus dem großen zentralen 400 Gramm fassenden, aromasicheren Bohnenbehälter, fallen die für eine Kaffeespezialität benötigen Bohnen direkt in das darunterlegende Edelstahl-Kegelmahlwerk, welches sich im Mahlgrad variieren lässt. Das Mahlwerk der De’Longhi Primadonna Elite arbeitet hierbei relativ leise. Von dort aus gelangt der frisch gemahlene Kaffee direkt in die Brüheinheit des Vollautomaten.

Bedienung
Die De’Longhi Primadonna Elite wird über das schon erwähnte 4,3 Zoll große Bedienfeld gesteuert. Neben den 15 vorangestellten Kaffeespezialität, mit Milch oder ohne, lassen sich noch verschieden eigene Kaffeekreationen in der Primadonna Elite in bis zu 15 persönlichen Nutzerprofilen abspeichern. Das Wasser für den Kaffee und die Dampferzeugung nimmt die Maschine aus ihrem großen 2 Liter Wassertank, der über einen eigenen Wasserfilter verfügt.

App Steuerung
Bedient wird die De’Longhi Primadonna Elite über das festverbaute Display mit Touchscreen, dessen Menü übersichtliche gestalte ist. Alternativ kann man den Kaffeevollautomaten auch mit der App „Coffee Link“ (für Android & iOS verfügbar) per Bluetooth ansteuern, was jedoch das manuelle Unterstellen einer Tasse oder eines Glases nicht ersetzt.

Für die Zubereitung von Milchkaffeegetränken verfügt der moderne Kaffeevollautomat über einen Milchaufschäumer. Dieser ist in dem ansteckbaren externen Milchbehälter aus Plastik untergebracht und reinigt sich selber mit heißem Wasser. Der Thermobehälter mit der Milch kann nach der Benutzung so direkt in den Kühlschrank wandern um beim nächsten Mal direkt weitergenutzt zu werden. Einzig, die zwei Dichtungsringe an der Maschine, auf die der Milchbehälter geschoben werden, sollte man von Zeit zu Zeit Manuel mit einem Küchenpapier und etwas warmen Wasser und Spüli von den wenigen Milchresten reinigen, die sich hier absetzen können.

Eine Besonderheit der De’Longhi Primadonna Elite ist die integrierte Trinkschokoladen-Funktion. Dank einer zusätzlichen Karaffe mit Quirl lässt sich im Handumdrehen köstliche, heiße Trinkschokolade auf Knopfdruck zubereiten.

Reinigung
Wie bei allen Geräten, die mit Lebensmitteln in direkten oder indirekten Kontakt treten, ist auch bei Kaffeevollautomaten die Reinigung ein wichtiges Thema. Die Auto-Clean-Funktion sorgt für eine automatische, hygienische Reinigung der Milchleitungen mit Heißwasser und Dampf, nach jedem Bezug einer milchhaltigen Kaffeespezialität. Wenn man mehre milchhaltige Kaffeespezialitäten Hintereindern zubereiten will, lasst sich die Auto-Clean-Funktion auch überspringen.

In Berlin, wo das Wasser nicht gerade Kalk arm ist, ist eine regelmäßige Entkalkung der Maschine wichtig, damit man auch lange freunde an dem Vollautomaten hat. Für die Entkalkung hat die Primadonna Elite einen extra Menüpunkt in den Einstellungen, dessen Durchlauf jedoch ca. 45 Minuten dauert. Teile, wie die Brüheinheit oder der Kaffeeauslauf lassen sich einfach zum Reinigen entnehmen und teils (Milchbehälter, Abtropfschale etc.) sogar bequem in der Spülmaschine reinigen.

I Tipp der Kaffeepiraten: Einmal pro Woche die entnehmbare Brüheinheit unterlaufenden warmen Wasser OHNE Spülmittel mit einer Spülbürste reinigen und anschließend außerhalb der Maschine trocknen zu lassen. So ist immer die Voraussetzung für eine gute, gleichbleibende Kaffeequalität gesichert.

Das regelmäßige Reinigen der Brüheinheit ist die Voraussetzung für eine gute, gleichbleibende Kaffeequalität. (Bild: De’Longhi)
Das regelmäßige Reinigen der Brüheinheit ist die Voraussetzung für eine gute, gleichbleibende Kaffeequalität. (Bild: De’Longhi)

II Tipp der Kaffeepiraten: Den Milch ansaugenden Silikonschlauch regelmäßig mit extra Milchreiniger säubern oder mit in die Spülmaschine geben.

Fazit
Das Fazit unseres Tests des De’Longhi Primadonna Elite fällt positiv aus. Besonders gut hat uns die zusätzliche Trinkschokoladen-Funktion gefallen, die auch aus Tafelschokolade eine sehr leckere Tafelschokolade zaubert. Wünschenswert, währe jedoch bei einem Kaffeevollautomaten dieser recht hohen Preisklasse (1.800, – Euro) ein zweiter Bohnenbehälter, so das man z. B. je nach gewünschter Kaffeespezialität, die Wahl zwischen Espresso Bonnen für Espresso oder Latte macchiato und anderen Bohnen für z. B. Kaffee Crema oder Schümli hat. Der Straßenpreis unseres Testgeräts liegt derzeit bei ca. 1.529, – Euro bei Amazon, das sind rund 15 % unter dem UVP des Herstellers.

Test: Philips Saeco Xelsis (SM7685/00)

Die Philips Saeco Xelsis (SM7685/00) im Test! (Bild: KaffeePiraten.com)

Der erste Eindruck der Saeco Xelsis auf IFA 2017 als das erstes gemeinsame Gerät seit der Übernahme der Italiener durch den niederländischen Philips Konzern ist positiv und ich muss an dieser Stelle gestehen, dass die Saeco Maschine am Ende der IFA 2017 in Berlin sogar mein persönlicher Favorit war. Daher waren wir uns umso mehr auf das Paket mit dem Testgerät der Xelsis gespannt.

#IFA17: #Philips stellt #Saeco #Xelsis vor https://goo.gl/77dRHH

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Das erste Eindruck beim Auspacken des Vollautomaten der mittleren Oberklasse ist vor allem eines, schwer und wertig. Es bedurfte trotz des intelligenten Verpackungskonzeptes mit integrierten Trageschlaufen eines kleinen Kraftaktes die Maschine in der Ausführung “SM7685/00“ aus dem Karton zu heben.

Design
Das Design der Saeco Xelsis ist frisch und anderes, als das Maschinendesign bisheriger Kaffeevollautomaten aus dem Hause des italienischen Herstellers. Die Front und die Seitenteile des Kaffeevollautomaten besteht bei unserem Model größtenteils aus hochwertigem Edelstahlfurnier. Die Rück- und Unterseite des Gerätes sind in schwarzem Plastik gehalten. Die Bedienung der Xelsis erfolgt über ein aufgeräumtes Bedienfeld, welches sich leider nicht verstellen lässt. An der Oberseite des Vollautomaten ist eine zuschaltbare beheizbare Tassenablage und der große Bohnenbehälter untergebracht. Der Wassertank und der Kaffeeausguss lassen sich über die integrierten weißen LEDs zusätzlich illuminieren.

Die Philips Saeco Xelsis (SM7685/00) im Test! (Bild: KaffeePiraten.com)
Die Philips Saeco Xelsis (SM7685/00) im Test! (Bild: KaffeePiraten.com)

Mahlwerk
Aus dem großen 450 Gramm fassenden, aromasicheren Bohnenbehält fallen die für eine Kaffeespezialität benötigen Bohnen direkt in das darunterlegende Keramikscheibenmalwerk, welches sich im Mahlgrad variieren lässt. Das Mahlwerk der Saeco Xelsis ist hierbei auffallend leise am Arbeiten. Von dem aus das so zubereite Kaffeemehl direkt in die Brüheinheit gelangt.

 

Der 450 g fassenden Bohnenbehälter der Philips Saeco Xelsis  liegt direkt über dem Keramik Mahlwerk und hält durch seine Abdichtung das Aroma. (Bild: KaffeePiraten.com)
Der 450 g fassenden Bohnenbehälter der Philips Saeco Xelsis liegt direkt über dem Keramik Mahlwerk und hält durch seine Abdichtung das Aroma. (Bild: KaffeePiraten.com)

Bedienung
Der Kaffeevollautomat wird über das schon erwähnte große Bedienfeld gesteuert. Neben den 15 vorangestellten Kaffeespezialität, mit Milch oder ohne, lassen sich noch verschieden eigene Kaffeekreationen in der Saeco Xelsis in bis zu 8 persönlichen Nutzerprofilen abspeichern. Das Wasser für den Kaffee und die Dampferzeugung nimmt die Maschine aus ihrem 1,7 L fassenden Wassertank, der über einen eigenen Wasserfilter verfügt. Laut Philips soll die Kapazität (Lebensdauer) des Wasserfilters vom Typ Saeco CA6903/01 für bis zu 5.000 Tassen reichen, bevor die Maschine wieder entkalkt werden muss. Das ist doppelt so viel wie sonst bei Wasserfiltern üblich. Allerdings ist diese Angabe des Herstellers mit Vorsicht zu betrachten, da auch die hauseigene AquaClean Technologie nicht über den Gesetzen der Natur steht.

Bedient wird die Philips Saeco Xelsis über ein sich selbst erklärendes Menü in einem großen Touchscreen - leider fehlt eine Bluetoothsteuerung via App. (Bild: KaffeePiraten.com)
Bedient wird die Philips Saeco Xelsis über ein sich selbst erklärendes Menü in einem großen Touchscreen – leider fehlt eine Bluetoothsteuerung via App. (Bild: KaffeePiraten.com)

Für die Zubereitung von Milchkaffeegetränken verfügt der moderne Kaffeevollautomat über einen integrierten Milchaufschäumer, der sich über einen Silikonschlauch, aus dem einem 0,6 Liter fassenden externen Thermobehälter aus Plastik speist. Dieser kann dann nach der Benutzung direkt in den Kühlschrank wandern und beim nächsten Mal direkt weitergenutzt werden. Nach der Zubereitung einer Milchkaffeespezialität sogt ein kurzer, heißer Dampfstrahl für die nötige Hygiene in dem Milch leitenden Schlauch und den daran anschließend Elementen. Laut dem Hersteller soll, dieses voll und ganz ausreichen, über lange Zeit ein sicheres Lebensmittel aus dem Kaffeevollautomaten zu beziehen.

Die Resultate (der Kaffee) der Philips Saeco Xelsis können optisch überzeugen. (Bild: KaffeePiraten.com)
Die Resultate (der Kaffee) der Philips Saeco Xelsis können optisch überzeugen. (Bild: KaffeePiraten.com)

Bei unserem Test ist uns jedoch ein leichter künstlicher Beigeschmack bei den Milchkaffeespezialitäten aufgefallen, welcher sich nach dem Tausch des Silikonschlauches zwar abmildern lies, aber nie ganz verschwunden ist.

App Steuerung
Auch wenn das Thema Steuerung per Smartphone App (Android und iOS) auf der IFA 2017 in Berlin eine große Sache war, hat Philips bei der Saeco Xelsis auf dieses Feature voll und ganz verzichtet, was unsere Meinung nach jedoch nicht so tragisch ist.

Reinigung
Wie bei allem Dingen und Geräten, die mit Lebensmitteln in direkten oder indirekten Kontakt treten, ist, ist auch die bei Kaffeevollautomaten die Reinigung ein wichtiges Thema. Zumal in Berlin, auch das Wasser nicht gerade Kalk arm ist. Für die Reinigung der Maschine hat der Hersteller der Xelsis einen eigene extra Menüpunkt mit vier Bereichen spendiert. Hier sind vor allem die Punkte „Entkalken“ und „Hygienestema“ sehr wichtig, den letzter reinigt den Milchschlauch. Daneben lässt sich hier auch das Programm zur Reinigung der Brühgruppe finden, welches jedoch die Zugabe einer extra Reinigungstablette erfordert. Ein Großteil der Teile, wie die Brüheinheit oder der Kaffeeauslauf lassen sich zum Reinigen entnehmen und teils (Milchbehälter, Abtropfschale etc.) sogar bequem in der Spülmaschine reinigen.

I Tipp der Kaffeepiraten: Die entnehmbare Brüheinheit einmal die Woche unterlaufenden warmen Wasser mit einer Spülbürste zu reinigen und anschließend außerhalb der Maschine trocknen zu lassen. So ist immer eine gute, gleichbleibende Kaffee Qualität garantiert.

II Tipp der Kaffeepiraten: Die Milch ansaugende Edelstahllanze bei nicht Verwendung immer außerhalb des Milchbehälters trocken zu lagern.

Fazit
Das Fazit unseres ersten Tests eines Kaffeevollautomaten fällt im Großen und Ganzen recht positiv aus. Wenn man von dem leichten Beigeschmack in der Milch mal absieht, welcher bei einem Gerät in dieser hohen Preisklasse, mit einem UVP von 1.900, – Euro eigentlich nicht vorkommen dürfte. Wir vermuten, dass dieses wohl auf eine Charge fehlerhafter Silikonschläuche zurückzuführen ist. Philipps hat uns nach dem Austausch des ersten Schlauches Aufklärung und ggf. nötige Nachbesserung zugesagt. Der Straßenpreis unseres Testgeräts liegt mit 1.529, – Euro bei Amazon, das sind rund 15 % oder 270,- Euro unter dem empfohlen Verkaufspreis des Herstellers, welcher immer noch recht hoch ist.

Starbucks wegen Coffee to go Bechern unter Druck

Eine Koalition aus 1.600 Organisationen fordert von Starbucks die Einhaltung des Versprechens, einen 100-prozentig recycelbaren Kaffeebecher zu entwickeln.

Die US-Kaffeekette Starbucks hat ein mächtiges Problem, denn bei der Hauptversammlung gab es Proteste wegen eines gebrochenen Versprechens des Coffeshop-Riesens. Dieser hatte vor über zehn Jahren versprochen, einen 100-prozentig recycelbaren Kaffeebecher zu entwickeln und in seinen Filialen einzuführen. Da das bis heute nicht geschehen ist, hat eine Koalition aus 1.600 Organisationen mit einer Petition bereits knapp 900.000 Unterschriften gesammelt, um Druck aufzubauen.

Unnötiger Müll
Mit seinem „klarer Wortbruch“ trägt der US-Kaffeekonzern maßgeblich mit bei zum unnötigen Müllberg von Einweg-Kaffeebechern auf der Welt. Denn diese lassen sich nicht nur sehr schlecht recyceln, sondern können auch nur aus „frischem“ Papier hergestellt werden, da recycelte Papierfasern hierfür nicht stabile genug sind. Zudem führt die innen liegende Plastikbeschichtung der „Coffee to go Becher“ dazu, dass diese nur eigentlich nur in der Deponie verbrannt werden können und somit die Ressource unwiederbringlich verloren ist.

“Wir glauben an eine Welt, in der das Land, die Himmel und die Ozeane ein Heim sein kann für eine Fülle von Lebewesen und nicht eine Fülle von Plastik”, heißt es auf der Website der Kampagne #breakfreefromplastic, der verschiedenste Organisationen aus vielen Ländern angehören.

Um ein Umdenken zu erzielen, muss man sowohl bei den Konsumenten als auch den “Big Playern” ansetzen. Es ist daher wichtig, dass die einflussreichen, großen Unternehmen in die Pflicht genommen werden. Wenn sie ihre Geschäftspraktiken nachhaltiger gestalten, kann das durchaus etwas bewegen. In Deutschland gibt es hier auch schon einige lokale, lobenswerte Initiativen für Mehrweg-Kaffeebecher, leider sind diese aber noch nicht bundesweit einheitlich, wie es etwa bei dem Pfandsystem für Flaschen der Fall ist.

Proteste zeigen Wirkung
Dass die groß angelegten Proteste gegenüber dem US-Kaffeeriesen tatsächlich schon Wirkung zeigen, bestätigt eine aktuelle Meldung von “USA Today”. Demnach hat die Starbucks-Chefetage nun ihrerseits eine Initiative namens “NextGen Cup Challenge” ins Leben gerufen, in deren Zuge insgesamt zehn Mio. US-Dollar (rund 12,3 Mio. Euro) in die Hand genommen werden sollen, um einen 100-prozentig recycelbaren Kaffeebecher zu entwickeln. Für diese Zwecke können sich findige Köpfe ab sofort mit ihren kreativen Ideen beim Unternehmen um Fördergelder bewerben.

Die Espressomaschine AnZa

Die Espressomaschine AnZa. (Bild: AnZa)

Auf Indiegogo scheint das Thema Kaffee kein Einzelfall zu sein. Nun habe ich durch Zufall das Projekt „AnZa“ auf der Crowdfunding Plattform Indiegogo entdeckt. Zwar ist das Projekt bereits 8. September 2017 erfolgreich finanziert worden und hat mit 156.223,- US-Dollar, das 112 % der seiner Finanzierung erhalten.

Die Espressomaschine AnZa hat ein Gehäuse aus Beton. (Bild: AnZa)
Die Espressomaschine AnZa hat ein Gehäuse aus Beton. (Bild: AnZa)

Das Besondere der AnZa Espresso Siebträgermaschine ist jedoch das Design und die verwendeten Materialien Beton und weißem Corian. Ganzrichtig, das Gehäuse der Espresso Maschine besteht wahlweise auf polierten Beton oder aus Corian einem mineralisch-organischen Verbundwerkstoff (Acrylstein) der Firma DuPont. Aber egal ob aus Beton oder weißem Corian beide Varianten sehen sehr stygisch aus und fallen auf.

Mit einem Gehäuse aus Beton, die "AnZa" Espressomaschine. (Bild: AnZa)
Mit einem Gehäuse aus Beton, die “AnZa” Espressomaschine. (Bild: AnZa)

Mein persönlicher Favorit ist, die aus weißem Corian gefertigte AnZa die man derzeit für knapp 800,- US-Dollar zzgl. Versand auf Indigo bestellen kann. Der geschätzte Auslieferungstermin der Siebträger ist dort mit März 2018 angegeben.

Was haltet Ihr von dem Design und den verwendeten Materialen?
Ich freue mich auf Eure Meinung!

NowPresso Crowd finanzierte mobile Espresso Maschine

Als ich die Tage von Indiegogo wieder mal eine E-Mail mit Empfehlungen bekam, waren gleich zwei erfolgreiche Projekte mit dabei, welche mit Kaffee zu tun haben. Das eine die „NowPresso“ möchte ich Euch an dieser Stelle kurz vorstellen. Zu aller erst viel mir auf, dass das Konzept diese Espresso Maschine zum Mitnehmen mir bekannt vorkam. Nach einigem Überlegen fiel mir dann auch ein, woher ich das Konzept kannte, von der IFA 2012!

Damals hat auf der Internationalen Funkausstellung die französische Firma Handpresso ihre gleichnamige Expresso-Maschine vorstellt. Ein paar Jahre später kam dann auch die Minipresso auf den Markt, um Kaffee und Espresso unterwegs zuzubereiten. Jedoch habe ich von beiden Geräten danach auch nie wieder was gehört …

Zur IFA 2012 eine Neuheit, die Handpresso Espresso Maschine. (Bild: Handpresso)
Zur IFA 2012 eine Neuheit, die Handpresso Espresso Maschine. (Bild: Handpresso)
Auch die Minipresso will den Espresso unterwegs ermöglichen. (Bild: Minipresso)
Auch die Minipresso will den Espresso unterwegs ermöglichen. (Bild: Minipresso)

Nun will es die NowPresso wissen und hat dafür die eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne gestartet. Bei der die NowPresso Macher aus Melbourne, Australien, knapp 150.000 A-Dollar gesammelt haben und damit das Finanzierungsziel um 164 % übertroffen haben.

Die NowPresso will heißen und klaten Kaffee unterwegs liefern. (Bild: NowPresso)
Die NowPresso will heißen und klaten Kaffee unterwegs liefern. (Bild: NowPresso)

Mit der Akkubetreiben NowPresso kann aus heißen oder kaltem Wasser unterwegs, z. B. beim Wandern einen Espresso machen. Dazu nutzt die Maschine Nespresso– oder alternative Kapseln. Das günstigste NowPresso Paket kostet bei Indiegogo nach Ende der Kampagne 168,- A-Dollar zzgl. Versand. Der Versand soll laut dem Zeitplan noch im November dieses Jahres starten.

Kaffeemühle „Niche Zero“ sucht Unterstützer

Der Erfinder Martin Nicholson mit seiner Kaffeemühle "Niche Zero".

Auf der Crowdfunding Plattform Indiegogo sucht der Fan von gutem Kaffee und Designer Martin Nicholson aus Hampshire in Großbritannien gerade nach Unterstützern für seine Kaffeemühle „Niche Zero“. Das Besondere an der durchaus stygischen Kaffeemühle aus Aluminium, gehärtetem Stahl und Holz ist, dass diese zum mahlen einzelner Portionen gedacht ist. Nur so, wenn man für jede Tasse einzeln die Bohnen mahlt, kann man laut Erfinder Nicholson den perfekten Kaffee bekommen.

Unterstützer gesucht
Die angestrebte Mindestfinanzierung in Höhe von 50.000,- britischen Pfund ist bereits 163 % überschritten worden. Wer will, kann Martin Nicholson noch 14 Tage lang bei seinem Projekt Niche Zero unterstützen. Das derzeit günstige Paket „Niche Zero Indiegogo Special“ kostet 360 britische Pfund, plus 20 Pfund für den Versand, was zusammen 380,- Pfund und damit ungefähr 433,- Euro entspricht.

Sollte ein Leser der Kaffee Piraten ein Niche Zero auf diese Weise erstehen, würden wir uns über einen Erfahrungsbericht für unseren Blog sehr freuen. 🙂

Aeropress vorgestellt

Die Aeropress weiß für kleines Geld zu überzeugen. (Bild: KaffeePiraten)

Als ich das erste Mal von der Aeropress hörte, war ich skeptisch. Es war eine große Plastikspritze, die so aussah, als gehörte sie mehr in einen Sexshop als in eine feine Küche. Die Übertreibung auf der Verpackung hat mich gereizt – vor allem der daraus resultierende Kaffee, war geschmacklich ganz anders. Manche Kaffeeprofis lehnen Neues zu schnell ab, ich hingegen wollte es wissen.

Für viele Leute war es ein großes Upgrade ihrer älteren Kaffeemaschine für sehr kleines Geld. So sind viele Nutzer der Aeropress voll des Lobes über ihre Neuanschaffung – Zeit genug sich die Röhre für rund 30,- Euro genauer anzuschauen. Mit der Aeropress gefilterter Kaffee schmeckt vielen Menschen bester als aus der klassischen Kaffeefiltermaschine oder von Hand aufgebrühter Kaffee. Als Grund hierfür wird der recht lange Kontakt, des gemahlenen Kaffees mit dem Wasser und der Luftdruck genannt, der viele Aromen und kaum Bitterstoffe löst.

In meinem nicht repräsentativen Test favorisieren die meisten Tester den Kaffee der Aeropress und der French Press. Weit abgeschlagen hingegen war der klassisch gebrühte Filterkaffee bei der von mir initiierten Blindverkostung. Viele der Tester sagten, dass ihnen der klassische Filterkaffee zu dünn sei und bitter schmeckt, egal ob aus der Filterkaffeemaschine stammt oder handgefiltert ist.

Fazit
Mein Fazit des Tests ist, dass die Aeropress für kleines Geld zu überzeugen weiß und mit ihren kompakten Abmaßen eine wirkliche Bereicherung in der Küche darstellt. Zudem

geht die Kaffee Zubereitung mit der Aeropress schnell und einfach von der Hand, sodass man in ein paar Minuten eine gut schmeckende Tasse Kaffee hat. Des Weiteren ist die Aeropress schnell in ihre drei Bestandteile zerlegt und lässt sich daher schnell und einfach reinigen. Ein weiterer Vorteil ist zudem, dass die Kunststoffteile beinahe unzerstörbar sind.